Ole-Christopher Plambeck: Eine Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes nach Kassenlage lehnen wir ganz klar ab

„Unser Hauptziel ist es, den öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein attraktiver zu gestalten und konkurrenzfähig zu machen. Denn unsere Ziele in Infrastruktur, Bildung, Kinderbetreuung, Digitalisierung und vieles mehr werden wir nur mit motivierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen. Hier müssen wir gegenüber anderen Bundesländern und der Privatwirtschaft besser werden. Daher stehen wir für eine generelle und systematische Verbesserung der Besoldungsstruktur. Mit der schrittweisen Anhebung der Besoldung der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer von A12 auf A13 haben wir bereits erste Verbesserungen eingeleitet. Das Weihnachtsgeld wäre nur eine einzelne Maßnahme, die für sich genommen nur einen kurzfristigen Effekt hätte und ist daher zu kurz gedacht.

Neben monetären Anreizen muss auch das Arbeitsumfeld stimmen. Die Möglichkeit des Homeoffice, Arbeitszeitveränderungen oder Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sind ebenso wichtig.

Es ist irritierend, dass die SPD dem Populismus verfallen ist und nun wehemend die Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes fordert, obwohl sie dies bereits in den letzten Jahren hätte umsetzen können. Vor allem ist es schade, dass sie sich nur eine einzele Maßnahme raussucht und keine Vorschläge zur grundsätzlichen Verbesserung der Besoldungsstruktur macht.

Eine Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes nach Kassenlage, wie der Landesrechnungshof es vorschlägt, lehnen wir ganz klar ab. Die monteäre Besserstellung von Beamtinnen und Beamten muss strukturell finanziell für den Landeshaushalt machbar sein. Ich möchte nicht erleben, dass wir bei der nächsten Konjukturschwankung wieder streichen müssen.“

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